E-Auto-Besitz in Deutschland 2023: Nur 6 Prozent der Haushalte haben Elektro- oder Plug-in-Hybrid

Lediglich 1,3 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen unter 2.600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid.

Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2.600 bis unter 3.600 Euro monatlich waren es 3,5 Prozent, bei einem Einkommen von 3.600 bis unter 5.000 Euro monatlich 5,4 Prozent.

Dagegen besaßen 13,4 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5.000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 Prozent der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in Hybrid. Allgemein besaßen 80 Prozent der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.

Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 Prozent der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 Prozent der Paarhaushalte ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung mit E-Autos oder Plug-in-Hybriden unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 Prozent der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 Prozent und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 Prozent. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 Prozent der Haushalte diese Art von Fahrzeug.

Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 Prozent) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 Prozent dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 Prozent der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder ein Plug-in-Hybrid vorhanden war.

Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 Prozent aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 Prozent aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856.500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545.100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 Prozent).

Damit Elektroautos und Plug-in-Hybride überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36.000 Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten, so Destatis.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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