BSW-Fraktion fordert Kurswechsel in sächsischer Energiepolitik

Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag hat eine Neuausrichtung der Energiepolitik gefordert. Statt auf Wasserstoff als „Heilsbringer“ zu setzen, solle die Priorität auf Netzausbau, Speichertechnologien und Digitalisierung gelegt werden, um Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit zu gewährleisten, teilte der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Ralf Böhme, am Freitag mit.

In einem Antrag an den Landtag kritisiert die Fraktion die aktuelle Wasserstoffstrategie des Freistaates als realitätsfern.

Es gebe weltweit kein dokumentiertes Wasserstoff-Projekt, das technisch und wirtschaftlich erfolgreich umgesetzt werden konnte. Zudem äußerten sowohl der EU- als auch der Bundesrechnungshof erhebliche Bedenken hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und warnten vor dauerhaften Subventionen.

Die BSW-Fraktion strebe daher an, die für Wasserstoffprojekte vorgesehenen Mittel zugunsten des Ausbaus der Netzinfrastruktur und einer flächendeckenden Digitalisierung umzuschichten.

Ein ungebremster Ausbau unstetiger erneuerbarer Energien ohne diese Grundlagen gefährde die sichere und bezahlbare Energieversorgung und damit den sozialen Frieden, so die Argumentation.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Amokfahrt in Leipzig: Täter war bis letzte Woche im „Fachkrankenhaus“

    Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Todesopfern hat die Polizei am Dienstag weitere Details veröffentlicht. Neben der 63-jährigen Frau und dem 77-jährigen Mann, die ums Leben kamen, wurden sechs…

    Polizei findet Drogen und Waffen bei Razzia in Chemnitz

    Die Polizei hat bei einer Kontrolle und anschließenden Durchsuchung in Chemnitz einen mutmaßlichen Drogenhändler festgenommen. Das teilten die Beamten am Dienstag mit. Ermittler hatten in am Donnerstagmorgen einen Fahrradfahrer in…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert