Hubig plant Reform der Verwaltungsgerichtsordnung

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) will die Verwaltungsgerichtsordnung grundlegend reformieren. Wie das Ministerium am Montag mitteilte, sieht der entsprechende Gesetzentwurf vor, dass Verwaltungsgerichte wirkungsvollere Instrumente erhalten, um Entscheidungen gegenüber dem Staat durchzusetzen, und die formellen Anforderungen an Widersprüche gegen behördliche Entscheidungen abgesenkt werden.

„Gerichte sollen zügiger entscheiden können; die Justiz soll ihre Ressourcen effizienter einsetzen“, sagte Hubig. Der einzelne Richter solle mehr Verantwortung bekommen, Prozesse sollten insgesamt straffer geführt werden können. Am Ende würden davon die Bürger profitieren – und der Rechtsstaat insgesamt.

Laut Gesetzentwurf soll das richterliche Personal effizienter eingesetzt werden und Gerichte sollen häufiger in kleinerer Besetzung entscheiden können. Auch sollen Verwaltungsgerichte besser auf verspätetes Vorbringen und querulatorische Klagen reagieren können. Zudem soll der Widerspruch gegen behördliche Entscheidungen zukünftig auch per E-Mail möglich sein.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Niedersachsens CDU-Chef Lechner: Ein Schulbegleiter für drei behinderte Kinder reicht aus

    Niedersachsens CDU-Partei- und Fraktionschef Sebastian Lechner fordert dringend eine Einigung von Bund und Ländern auf Kürzungen bei bestimmten Sozialleistungen. „Wir müssen noch mutige Reformen beschließen, um die Kosten für Länder…

    Niedersachsens Ministerpräsident Lies warnt Union und SPD vor übereilten Beschlüssen im Koalitionsausschuss

    Kurz vor der entscheidenden Sitzung des Koalitionsausschusses vor der Sommerpause hat Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) Union und SPD im Bund vor übereilten Beschlüssen gewarnt – auch wenn Zeit- und…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert