Sachsen führt Bildungszeit ein – Linke kritisiert zu wenige Tage

Der sächsische Landtag hat beschlossen, dass Beschäftigte im Freistaat ab dem Jahr 2027 Anspruch auf drei Tage bezahlte Bildungszeit haben werden. Die Landesvorsitzenden der Linken, Marco Böhme und Anja Eichhorn, haben dies mit gemischten Gefühlen aufgenommen und kritisieren die Regelung als unzureichend.

Böhme sagte, dass die Entscheidung vor allem dem zivilgesellschaftlichen Bündnis für Bildungszeit zu verdanken sei, das mit einer Unterschriftensammlung für fünf Tage gekämpft hatte.

Er kritisierte, dass Sachsen mit nur drei Tagen im Vergleich zum bundesweiten Standard von fünf Tagen ein ‚Entwicklungsland‘ bleibe. CDU und SPD seien unter dem Druck der Wirtschaftslobby eingeknickt.

Anja Eichhorn warf mehreren Fraktionen im Landtag ‚unzuverlässiges‘ Agieren vor.

Sie dankte der Linksfraktion, die sich mit einem Änderungsantrag für fünf Tage eingesetzt und schließlich auch der Dreitageregelung zur Mehrheit verholfen habe. Die Linke werde sich weiter für eine Ausweitung auf fünf Tage Bildungszeit einsetzen, so Eichhorn.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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