AKK nach Wahl zur KAS-Vorsitzenden: Gutes Verhältnis zu Merz trotz Kampfkandidatur

Die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS), Annegret Kramp-Karrenbauer, bestreitet, dass ihre erfolgreiche Kampfkandidatur gegen den Kandidaten von Kanzler Friedrich Merz Spuren hinterlassen hat. „Der Kanzler und ich haben uns seitdem mehrfach ausgetauscht und sind im Reinen miteinander“, sagte Kramp-Karrenbauer dem „Tagesspiegel“ und ergänzte: „Wir pflegen ein gutes Verhältnis zueinander, so wie es zwischen der Vorsitzenden der Adenauer-Stiftung und dem CDU-Chef sein sollte.“

Ende Dezember hatte sich die CDU-Politikerin in geheimer Wahl auf der Mitgliederversammlung der Adenauer-Stiftung gegen Günter Krings durchgesetzt. Merz hatte sich für die Wahl des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Union ausgesprochen. Kramp-Karrenbauer, die Merz bereits 2018 bei der Wahl um den damaligen CDU-Parteivorsitz besiegte, relativierte den Vorgang: „Bei der Adenauer-Stiftung war die Stimmung in der Mitgliederversammlung nach der Wahl sehr gelassen, weil es ein fairer, demokratischer Prozess war“, sagte sie.

Die frühere Verteidigungsministerin will als Vorsitzende die Sichtbarkeit der Konrad-Adenauer-Stiftung erhöhen. „Die Adenauer-Stiftung ist stark in der Analyse politischer Vorgänge. Sie entwickelt viele gute Ideen, die wir aber oft zu zaghaft präsentieren“, sagte Kramp-Karrenbauer. Man sei in der politischen Bildung sehr präsent. „Aber wir müssen uns noch stärker damit beschäftigen, wie wir mit unseren Mitteln jüngere Menschen besser erreichen und in die Breite wirken.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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