Hillary Clinton wirft Trump Behinderung der Epstein-Aufklärung vor und kritisiert Ukraine-Politik

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton wirft US-Präsident Donald Trump vor, die Aufklärung im Fall Epstein zu behindern.

„Es gibt gute Gründe, misstrauisch zu sein“, sagte sie dem „Spiegel“. Sie und ihr Ehemann, Ex-Präsident Bill Clinton, hätten gefordert, alle Akten im Fall Epstein freizugeben. Ein entsprechendes Gesetz sei von dem republikanisch dominierten Kongress verabschiedet und von Trump unterzeichnet worden. „Die Regierung tut alles, um dieses Gesetz zu umgehen und Trump zu schützen.“

Jeffrey Epstein hatte über Jahre hinweg Frauen und Mädchen systematisch missbraucht, trotzdem hielten Eliten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft zu ihm Kontakt – selbst nach seiner Verurteilung 2008. Auch Ex-Präsident Bill Clinton war mit Epstein bekannt, sein Name taucht in den jüngst veröffentlichten Dokumenten zu dem Fall erneut auf.

Hillary Clinton bestreitet enge Verbindungen ihrer Familie zu Epstein: „Mein Mann stand ihm nicht nahe. Er hat ein paar Mal sein Flugzeug genommen, um karitative Projekte zu besuchen, und das war Jahre, bevor Epstein schuldig gesprochen wurde“, sagte sie.

Zugleich übt Clinton scharfe Kritik an der Ukraine-Politik der Trump-Regierung: „Ich finde, was Donald Trump getan hat, ist schändlich. Wenn die Ukraine hätte, was sie braucht – Langstreckenraketen, gut versorgte Luftverteidigungssysteme -, könnte sie nicht nur standhalten, sondern ein besseres Ergebnis in diesem Konflikt erzwingen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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