Jede dritte Führungsposition in Sachsen-Anhalt mit Frau besetzt

In Sachsen-Anhalt ist jede dritte Leitungsposition mit einer Frau besetzt. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mit.

Im Jahr 2025 arbeiteten demnach 13.700 Frauen in Führungspositionen, was einem Anteil von 34 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in leitenden Tätigkeiten entspricht. Zehn Jahre zuvor, im Jahr 2015, lag der Anteil mit 14.700 Frauen noch bei 36 Prozent.

Im Bundesschnitt betrug der Frauenanteil in Führungspositionen zuletzt 28 Prozent, in Ostdeutschland insgesamt 35 Prozent.

Die besten Karrierechancen für Frauen gab es im Bereich Erziehung und Unterricht, wo knapp 64 Prozent der Führungskräfte weiblich waren, sowie im Gesundheits- und Sozialwesen mit 63 Prozent. In der Öffentlichen Verwaltung lag der Anteil bei 55 Prozent.

Die niedrigsten Werte verzeichneten der Bergbau und das Baugewerbe mit nur 6 beziehungsweise 7 Prozent. Regional lagen die Städte Dessau-Roßlau, Halle und Magdeburg mit Werten zwischen 38 und 39 Prozent vorn, während der Saalekreis und die Börde mit 27 Prozent die niedrigsten Anteile aufwiesen.

Deutliche Unterschiede zeigten sich auch bei den Gehältern: Männer in Leitungsberufen erhielten im Jahr 2024 im Median rund 5.300 Euro brutto monatlich, Frauen kamen auf 4.800 Euro.

Die Arbeits- und Gleichstellungsministerin des Landes, Petra Grimm-Benne, forderte mehr weibliche Vorbilder in Führungspositionen und den Abbau struktureller Hürden. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Markus Behrens, verwies auf die Bedeutung von Mentoring-Programmen und flexiblen Arbeitsmodellen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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