BSI: Cyberangriff auf Deutsche Bahn überwunden – keine Gefahr für Kundendaten

Der Cyberangriff auf die Deutsche Bahn hat laut dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) keine weiteren Auswirkungen.

BSI-Präsidentin Claudia Plattner sagte am Donnerstag im RBB-Inforadio, die Situation scheine überwunden, „wobei natürlich jederzeit wieder eine neue Welle kommen kann“. Sie fügte hinzu, dass es bei der Attacke nicht um Kundendaten gegangen sei: „Mit den Kundendaten `hintendran` haben solche Angriffe gar nichts zu tun – es wird nur der Service `vornedran` gestört, die Kundenanfragen kommen nicht mehr durch.“

Durch einen sogenannten DDos-Angriff waren die IT-Systeme der Bahn zwei Tage lang gestört. Dabei werden von verschiedenen Stellen so viele Anfragen an das System gestellt, dass es überlastet wird. „DDos-Attacken gibt es seit Jahrzehnten. Sie sind aber inzwischen von einer Qualität, da kann auch durchaus mal ein großes Unternehmen unter Druck kommen“, so Plattner. Ihr zufolge wollen Angreifer mit solchen Attacken ein Gefühl der Unsicherheit erzeugen.

Plattner sagte, seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hätten derartige Attacken zugenommen: „Das haben wir im Verlauf der letzten Jahre beobachtet. Was wir feststellen, ist, dass da insgesamt gerade auch aus Russland viel passiert.“ Ob Russland hinter diesem konkreten Angriff steckt, sei aber völlig unklar: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt untersuchen wir das noch, hier können wir noch keine Aussage machen, das ist Gegenstand laufender Untersuchungen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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