Studie zeigt tiefe Unzufriedenheit mit Demokratie und Anfälligkeit für autoritäre Ideen in Ostdeutschland

Knapp die Hälfte der Ostdeutschen (49 Prozent) ist unzufrieden mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland. 14 Prozent zeigten sich sogar „sehr unzufrieden“, in Westdeutschland liegt die Unzufriedenheit bei 38 Prozent, acht Prozent bezeichneten sich als „sehr unzufrieden“, wie aus dem diesjährigen „Deutschland-Monitor“ im Auftrag der Bundesregierung hervorgeht, den die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser (SPD) am Donnerstag vorstellen will und über den der „Stern“ berichtet.

Im Ergebnis der Antworten halten die Wissenschaftler ein Fünftel (21 Prozent) der Gesellschaft – in Ostdeutschland ein Viertel (26 Prozent) – für empfänglich für autoritäre Ideen. So stimmen der Aussage „Was Deutschland jetzt braucht, ist eine einzige starke Partei, die den Willen des Volkes insgesamt verkörpert“ 35 Prozent der Ostdeutschen zu – und 26 Prozent noch teilweise. In Westdeutschland halten 30 Prozent der Westdeutschen diese Aussage für richtig, darüber hinaus sind 23 Prozent teils dieser Meinung.

Eine „starke Führungspersönlichkeit“, die „keine Rücksicht auf das Parlament nehmen“ müsse, präferieren 15 Prozent der Ostdeutschen. Sechs Prozent von ihnen halten eine Diktatur „unter bestimmten Umständen für eine bessere Staatsform“ – wobei weitere 12 Prozent zumindest teilweise dieser Aussage zustimmen. In Westdeutschland fallen diese Werte jeweils nur halb so hoch aus.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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