Großrazzia gegen mutmaßliche Schleuserbande in fünf Bundesländern

Bei einer großangelegten Razzia in fünf Bundesländern hat die Polizei eine mutmaßliche Schleuserbande ausgehoben, die junge Vietnamesinnen zur Zwangsprostitution nach Deutschland gebracht haben soll. Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Chemnitz am Donnerstag mit.

Nahezu zeitgleich wurden 31 Objekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Thüringen und Berlin durchsucht.

Drei mutmaßliche Haupttäter, eine 47-jährige Vietnamesin, ihr 42-jähriger Bruder und der 47-jährige deutsche Lebensgefährte der Frau, wurden in Halle an der Saale festgenommen. In Bordellwohnungen trafen die Einsatzkräfte auf 19 vietnamesische Frauen, die laut Darstellung der Polizei offenbar „der illegalen Prostitution nachgingen“.

Bei den Durchsuchungen wurden rund 214.000 Euro Bargeld sichergestellt, davon etwa 145.000 Euro in der Wohnung der mutmaßlichen Haupttäter in Halle.

Die Ermittlungen laufen seit Frühjahr 2024. Den Frauen sei in Vietnam eine gut bezahlte legale Tätigkeit versprochen worden, bevor man ihnen in Deutschland die Pässe abnahm und sie zur Prostitution zwang. Neben dem Bargeld sicherte die Polizei auch Dutzende Handys, Computer, 33.000 Euro Falschgeld in Berlin und eine Schreckschusswaffe in Leipzig.

Die drei Festgenommenen sollen am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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