Modi fordert KI als globales Gemeingut und Standards gegen Deepfakes

Der indische Premierminister Narendra Modi will künstliche Intelligenz als öffentliches Gut behandeln und nicht als Produkt privater Tech-Konzerne. „Technologie entfaltet ihren größten Nutzen, wenn sie geteilt und nicht als strategisches Gut gehütet wird“, schreibt Modi in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Offene Plattformen würden dazu beitragen, die Technologie sicher und nutzerorientiert zu machen. „Diese kollektive Intelligenz ist die größte Stärke der Menschheit. KI muss sich zu einem globalen Gemeingut entwickeln“, fordert Modi. Der Mensch dürfe dabei niemals nur ein reiner Datenpunkt sein. „Vielmehr muss KI zum Werkzeug für das globale Wohl werden und dem globalen Süden neue Wege des Fortschritts eröffnen“, schreibt Modi.

Darüber hinaus fordert er Standards für die Verifizierung von KI-Inhalten. „Während generative Systeme die Welt mit Inhalten überschwemmen, sind demokratische Gesellschaften Risiken durch Deepfakes und Desinformation ausgesetzt“, schreibt der indische Premier.

Ähnlich wie die Nährwertangaben für Lebensmittel müssten auch digitale Inhalte Authentizitätskennzeichnungen besitzen. „Ich appelliere an die internationale Gemeinschaft, gemeinsam Standards für Wasserzeichen und Quellenverifizierung zu entwickeln“, so Modi. Indien habe den ersten Schritt bereits getan und die eindeutige Kennzeichnung synthetisch generierter Inhalte gesetzlich vorgeschrieben.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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