Elektronische Fußfessel reicht nicht aus: Frauenhauskoordinierung fordert strukturelle Veränderungen im Gewaltschutz

Die Frauenhauskoordinierung bewertet die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Modell als nicht ausreichend.

„Wer Femizide verhindern will, muss Strukturen verändern – nicht nur einzelne kleine Instrumente ergänzen – die sehr wenigen zugute kommen werden“, sagte Geschäftsführerin Sibylle Schreiber der „Rheinischen Post“ (Samstag).

„Die elektronische Fußfessel kann in Hochrisikofällen ein wichtiges Mittel sein“, so Schreiber. „Aber sie ersetzt weder ein verbindliches, einheitliches Risikomanagement noch eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen und Frauenhäusern. Ohne klare Verfahren, ausreichende Ressourcen und eine verlässliche Finanzierung bleibt Gewaltschutz lückenhaft.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Latif zu Klimapolitik: „Rolle rückwärts“ – Grundgesetz reicht für Hitzeschutz aus

    Der Klimaforscher Mojib Latif von der Universität Kiel hat die Bundesregierung angesichts der Kabinettssitzung in Neuhardenberg, die sich am Mittwoch auch dem Thema Klima- und Hitzeschutz widmen soll, zum Handeln…

    Reichinnek: Zweidrittelmehrheit für Klimaanpassung im Grundgesetz mit Union utopisch – Linke fordert Hitzeaktionsplan

    Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek rechnet nicht damit, dass es zu der von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) geforderten Grundgesetzänderung kommt, mit der der Bund die Erlaubnis erhalten soll, die Kommunen finanziell bei…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert