Elektronische Fußfessel reicht nicht aus: Frauenhauskoordinierung fordert strukturelle Veränderungen im Gewaltschutz

Die Frauenhauskoordinierung bewertet die Pläne der Bundesregierung zur Einführung der elektronischen Fußfessel für Gewalttäter nach spanischem Modell als nicht ausreichend.

„Wer Femizide verhindern will, muss Strukturen verändern – nicht nur einzelne kleine Instrumente ergänzen – die sehr wenigen zugute kommen werden“, sagte Geschäftsführerin Sibylle Schreiber der „Rheinischen Post“ (Samstag).

„Die elektronische Fußfessel kann in Hochrisikofällen ein wichtiges Mittel sein“, so Schreiber. „Aber sie ersetzt weder ein verbindliches, einheitliches Risikomanagement noch eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz, Fachberatungsstellen und Frauenhäusern. Ohne klare Verfahren, ausreichende Ressourcen und eine verlässliche Finanzierung bleibt Gewaltschutz lückenhaft.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Chef der Innenministerkonferenz will Böllerverbot-Petition nicht annehmen

    Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD), will neue Unterschriften, die eine Polizeigewerkschaft für ein bundesweites Böllerverbot eingesammelt hat, nicht annehmen.Man habe eine entsprechende Absage bekommen, teilte die…

    Nach US-Sperre für Anthropic: Deutsche Sicherheitspolitiker fordern mehr Unabhängigkeit bei KI

    Sicherheitspolitiker in Deutschland warnen nach der US-Sperrung neuer KI-Modelle des Anbieters Anthropic vor massiven Sicherheitsrisiken.„Wenn ein einziger Verwaltungsakt in Washington über Nacht entscheidet, welche KI-Werkzeuge europäischen Behörden, Unternehmen und Forschern…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert