Nach umfangreichen Razzien in fünf Bundesländern sind drei mutmaßliche Haupttäter einer Schleuserbande festgenommen worden. Das teilten die Staatsanwaltschaft und die Polizeidirektion Chemnitz am Freitag mit.
Bei den Durchsuchungen am Donnerstag waren mehr als 320 Einsatzkräfte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Niedersachsen im Einsatz. Sie durchsuchten Privatwohnungen, Geschäftsräume und Wohnungsbordelle im Rotlicht-Milieu.
Gegen eine 47-jährige Vietnamesin und ihren 42-jährigen Bruder wurden Haftbefehle vollstreckt und sie sind in sächsische Justizvollzugsanstalten verbracht worden.
Der Haftbefehl gegen den 47-jährigen deutschen Lebensgefährten der Frau wurde hingegen außer Vollzug gesetzt; er durfte das Amtsgericht Chemnitz nach einer Anhörung unter Auflagen verlassen. Die Ermittlungen laufen im Rahmen eines seit Frühjahr 2024 andauernden Strukturverfahrens.
Die Polizei sicherte bei den Maßnahmen eine Vielzahl von Handys, Datenträgern und Unterlagen, die nun ausgewertet werden.
Den Beschuldigten wird banden- und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern, Menschenhandel und Zwangsprostitution vorgeworfen.
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