Die Bundesregierung wird voraussichtlich schon an diesem Mittwoch einen Nachfolger für die aus dem Sachverständigenrat Wirtschaft ausgeschiedene Ökonomin Ulrike Malmendier bestimmen. Es gebe eine Zusage des angefragten Kandidaten, die Personalie befinde sich in der Ressortabstimmung, berichtet die FAZ unter Berufung auf informierte Kreise.
Das CDU-geführte Bundeswirtschaftsministerium sowie das Kanzleramt hatten darauf gedrungen, einen Handelsökonomen in das fünfköpfige Gremium zu berufen. Gabriel Felbermayr, der frühere Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, passt in dieses Profil und dürfte der Wunschkandidat der CDU sein. Auf Anfrage der Zeitung kommentierte Felbermayr die mögliche Berufung vor wenigen Tagen und auch am Wochenende nicht. Auch das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium wollten die Informationen nicht kommentieren.
Malmendiers Amtszeit war Ende Februar ausgelaufen. Überraschend war die in Berkeley forschende Ökonomin nicht für eine zweite Amtsperiode berufen worden. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sowie Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) sollen auf eine Veränderung in dem unabhängigen Rat gedrungen haben.
Die ausgeschiedene Sachverständige Ulrike Malmendier hat sich in der FAZ öffentlich geäußert: „Mich hat diese Nachricht sehr überrascht“, sagte sie. Es habe aus der Bundesregierung bis zuletzt keine negative Rückmeldung oder Kritik an sie gegeben. „Am Samstag, also meinem letzten Tag, hat mich Frau Reiche angerufen“, sagte Malmendier.
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