Macron will Frankreichs Atomstreitmacht ausbauen und keine Zahlen mehr nennen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die nukleare Abschreckung seines Landes verstärken.

Die Welt habe sich „verhärtet“, was die letzten Stunden überdeutlich gemacht hätten, sagte Macron am Montag in Ile Longue, wo sich die Militärbasis für Frankreichs Atom-U-Boote befindet. Er ergänzte, dass Frankreich seine Abschreckungsstrategie bis in die „Tiefe des europäischen Kontinents“ durchdenken müsse, unter Achtung der Souveränitäten und mit einem allmählichen Aufbau einer fortgeschrittenen Abschreckung.

Macron wies darauf hin, dass die Ukraine einen „großen Krieg“ führe, der eine „gewaltige Gefahr“ für Europa darstelle. Russland zeige sich „revisionistisch“ und offenbare einen „brutalen Imperialismus“ mit einem reichen nuklearen Arsenal. Auch China habe sich darauf eingestellt, die USA militärisch einzuholen, und stelle mehr Waffen her als jedes andere Land der Welt. Diese Entwicklungen erforderten eine Anpassung der nationalen Verteidigungs- und Sicherheitsstrategie, um Europa zu ermutigen, sich stärker um die eigene Sicherheit zu kümmern.

Der französische Präsident sagte weiter, dass die Risiken einer nuklearen Eskalation zunähmen und dass Frankreich seine Abschreckung „zukunftsträchtig“ gestalten müsse. Er kündigte an, die Zahl der nuklearen Gefechtsköpfe zu erhöhen, „um jede Spekulation zu unterbinden“. Macron kündigte an, dass Frankreich künftig keine Angaben mehr zur Anzahl der Sprengköpfe machen werde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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