Börsen im Rückwärtsgang: Iran-Konflikt beeinflusst Dax stark

Der Dax ist am Dienstagmorgen erneut mit kräftigen Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.085 Punkten berechnet, und damit 2,2 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten FMC, die Deutsche Börse und Qiagen, am Ende Beiersdorf, RWE und Bayer.

Der Krieg im Iran dominiert weiterhin das Geschehen an den Börsen. „Beim Dax war der Handelsumsatz gestern etwa 25 Prozent höher als an einem normalen Handelstag“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Auch das unterstreiche die eher moderate Reaktion der Anleger. „Nur vereinzelt haben Investoren ihre Aktien abgestoßen.“

Für die Börsen bleibe der Ölpreis die entscheidende Variable in diesem Konflikt, fügte der Experte hinzu. „Ein längere Zeit hoher Ölpreis kann die Weltwirtschaft empfindlich schädigen. Und damit hat der Ölpreis das Potenzial, auch am Aktienmarkt für weit größere Verluste zu sorgen, als wir sie bisher gesehen haben.“

„Der Dax befindet sich in einer spannenden Situation. Die 25.000 bleibt auch nach dem gestrigen Kursrutsch in Reichweite“, so Altmann. Gleichzeitig rücke von unten her die technisch so wichtige 200-Tage-Linie immer näher. Aktuell verläuft diese bei 24.176 Punkten. „Viele Anleger und auch viele technische Modelle orientieren sich bei ihren Entscheidungen an der 200-Tage-Linie. Ein Unterschreiten könnte weitere Verkäufe nach sich ziehen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen schwächer: Ein Euro kostete 1,1636 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8594 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 80,78 US-Dollar; das waren 3,9 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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