Tui verzeichnet Buchungsänderungen nach Kriegsausbruch – Japan und Hawaii im Fokus

Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui verzeichnet nach Ausbruch des Krieges in der Golfregion erste Änderungen im Buchungsverhalten der Kunden.

„Es gibt zwei Destinationen, die diese Woche erhöhte Buchungen gesehen haben, und unterschiedlicher nicht sein könnten: Japan und Hawaii“, sagte ein Konzernsprecher der „Welt am Sonntag“. Es sei allerdings noch zu früh, daraus schon Trends für den Rest des Jahres abzuleiten.

Bis Ende März wären die Pauschalreisen in die Vereinigten Arabischen Emirate ohnehin langsam ausgelaufen, schließlich handele es sich um eine Winterdestination, teilte das Unternehmen weiter mit. „Wir sehen, dass Gäste, die jetzt im März nicht mehr reisen konnten, ihren Dubai-Urlaub in den Herbst verlegen, wenn die Temperaturen im Nahen und Mittleren Osten wieder angenehmer sind“, sagte der Tui-Sprecher.

Bei einem baldigen Ende des Iran-Krieges geht die deutsche Reisebranche von einer zügigen Rückkehr der Touristen in die Golfregion aus. „Die Erfahrung aus früheren Krisen zeigt: Tourismus ist eine sehr resiliente Branche – sobald Stabilität zurückkehrt, kehrt auch die Reiselust der Menschen zurück“, sagte Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbandes, der „Welt am Sonntag“.

Der Tourismus finde nach Krisen immer wieder seinen Weg. „Davon gehe ich auch für die Golfregion aus“, sagt Loidl. Einen Einfluss des Krieges auf die Sommerziele der Deutschen sieht er nicht: „Für den Sommer 2026 stehen weiterhin die klassischen Mittelmeerziele wie die Türkei, Spanien und Griechenland ganz oben auf der Wunschliste“, sagte er.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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