Digitales Trinkgeld stößt auf Skepsis – Nur 29 Prozent der Deutschen finden Vorschläge praktisch

Die Trinkgeldoption, die mittlerweile in vielen Geschäften und Gastronomiebetrieben beim elektronischen Bezahlen oft angezeigt wird, stößt bei den Deutschen auf Skepsis.

Nur 29 Prozent der Deutschen finden vorgeschlagene Trinkgeldbeträge beim elektronischen Bezahlen praktisch, wie eine Umfrage des IT-Branchenverbandes Bitkom ergab. Besonders skeptisch zeigen sich ältere Menschen: Unter den Über-65-Jährigen liegt die Zustimmung mit 22 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt.

Insgesamt rund zwei Drittel (64 Prozent) der Deutschen sagen, vorgeschlagene Trinkgeldbeträge führen dazu, dass mehr Trinkgeld gegeben wird als ursprünglich geplant. 68 Prozent finden es nicht angemessen, auf dem Kartenterminal nur Trinkgeldbeträge ab 10 Prozent anzuzeigen.

Grundsätzlich ist die Meinung zum digitalen Trinkgeld geteilt: Eine knappe Mehrheit von 55 Prozent der Deutschen findet, es sollte Standard sein, Trinkgeld auch digital geben zu können. Weniger überzeugt sind auch hier die Ältesten ab 65 Jahren mit 51 Prozent.

Eine Rolle könnte dabei auch Vertrauen spielen: Insgesamt vertrauen nur 52 Prozent der Deutschen darauf, dass digitales Trinkgeld vollständig beim Personal ankommt. Auch hier gibt es aber Altersunterschiede: Besonders hoch ist das Vertrauen bei den Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren (63 Prozent). Deutlich skeptischer sind hingegen die 50- bis 64-Jährigen (47 Prozent) sowie die Über-65-Jährigen (48 Prozent).

Für die Erhebung befragte Bitkom Research telefonisch 1.004 Personen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Befragung fand im Zeitraum von der 9. bis zur 12. Kalenderwoche 2026 statt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Eurojackpot-Gewinnzahlen vom Dienstag: 2, 36, 38, 40, 46 und Eurozahlen 7 und 8

    In der Dienstags-Ausspielung des Eurojackpots wurden am Abend die Gewinnzahlen gezogen.Sie lauten 2, 36, 38, 40, 46, die beiden „Eurozahlen“ sind die 7 und die 8. Diese Angaben sind ohne…

    Strack-Zimmermann erklärt ihre überraschende FDP-Kandidatur gegen Wolfgang Kubicki als Versuch, Austritte zu verhindern

    Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre überraschende Kandidatur am Parteitag gegen den neuen Parteichef Wolfgang Kubicki am vergangenen Wochenende mit wachsendem Unmut in der Partei begründet. Nach dem Rückzug des…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert