EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas fordert mehr wirtschaftlichen Druck auf Russland

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas will den Druck auf Russland durch ein intensiveres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte weiter erhöhen. „Wir brauchen mehr wirtschaftlichen Druck auf Russland“, sagte sie am Dienstag den „Tagesthemen“ der ARD.

Man müsse „mit der Schattenflotte etwas tun“. Das sei „ein Instrument, was Russland nutzt, um Öl zu verteilen und so mit den Einkünften auch den Krieg zu finanzieren“, so Kallas. „Hier müssen wir kreativ sein.“

Anlässlich ihres Besuches im ukrainischen Butscha sagte die EU-Außenbeauftragte, man müsse jetzt „mit der Verfolgung der Täter beginnen, obwohl das schwierig ist“. Denn wenn „der Krieg ein Ende findet“, bräuchte man „die Sicherheit, dass die Menschen, die gelitten haben, Gerechtigkeit sehen“.

Auf die Frage, ob durch den Krieg im Nahen Osten Waffen, die eigentlich für die Ukraine bestimmt seien, umgeleitet würden, antwortete Kallas, es sei „ein Fokuswettbewerb zwischen diesen beiden Kriegen“. Sie hätte die Nato gefragt, ob „Gerät, das Europa finanziert“, in den Nahen Osten gehe. Die Antwort wäre gewesen: „Das stimmt nicht.“ Es gehe weiter in die Ukraine wie geplant.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Boris Rhein fordert Senkung der Stromsteuer nach Steuerschätzung

    Nach der Steuerschätzung dringt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) auf eine unverzügliche Senkung der Stromsteuer für alle.„Ich fordere, die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß zu senken“, sagte der…

    Deutlich weniger Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige

    Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist die Zahl der von Deutschland erteilten Langzeit-Visa für russische Staatsangehörige um rund zwei Drittel zurückgegangen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert