Evonik-Chef Kullmann vollzieht Kehrtwende beim EU-Emissionshandel und fordert pragmatische Kompromisse

Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann vollzieht eine Kehrtwende beim europäischen Emissionshandel.

Ende November forderte er die EU-Kommission dazu auf, den Emissionshandel (ETS) abzuschaffen oder radikal zu reformieren, nun schreibt er in einem gemeinsamen Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) mit dem EU-Abgeordneten Peter Liese (CDU), die Debatte zum ETS dürfe nicht länger ideologisch geführt werden. „Die einen wollen ihn abschaffen oder radikal umbauen. Wir sagen, wir müssen jetzt pragmatisch handeln und kluge Kompromisse erzielen.“

Am Mittwoch wird die EU-Kommission erste Reformvorschläge vorlegen. Dabei werde Brüssel der Chemieindustrie bei der Anpassung von Benchmarks so weit wie möglich entgegenkommen, schreibt das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Kommissionskreise. Außerdem werde die EU die Löschung der Zertifikate in der Marktstabilitätsreserve (MSR) ersatzlos streichen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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