Die Zahl der Insolvenzanträge in Sachsen-Anhalt ist im vergangenen Jahr um 8,0 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte, meldeten die Amtsgerichte 2025 insgesamt 3.477 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Damit liegt die Zahl auch über dem Niveau von 2019, als 3.392 Anträge gestellt wurden.
Besonders stark war der Anstieg bei Unternehmen. Hier wurden 436 Insolvenzanträge registriert, was einem Plus von 23,9 Prozent gegenüber 2024 entspricht.
Am häufigsten betroffen waren Betriebe aus dem Baugewerbe mit 81 Anträgen, gefolgt vom Gastgewerbe (58) sowie Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (56). Für Verbraucher wurden 2.468 Anträge gemeldet, ein Anstieg von 6,2 Prozent.
Die Zahl der Insolvenzanträge für ehemals Selbstständige stieg um 3,6 Prozent auf 518. Die Daten zeigen eine anhaltend angespannte wirtschaftliche Lage im Land, nachdem die Zahlen bereits im ersten Halbjahr 2025 über dem Vor-Corona-Niveau lagen.
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