Sachsen führt vertrauliche Spurensicherung für Gewaltopfer ein

In Sachsen können Opfer sexualisierter oder körperlicher Gewalt ab sofort Beweise sichern lassen, ohne sofort Anzeige erstatten zu müssen. Das teilte das sächsische Sozialministerium am Dienstag mit.

Die sogenannte vertrauliche Spurensicherung wird als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung angeboten und ermöglicht es Betroffenen, sich zunächst beraten zu lassen, bevor sie rechtliche Schritte einleiten.

Die gesicherten Spuren werden vier Jahre aufbewahrt.

Ein Vertrag mit Krankenkassen, Krankenhäusern und Ärzteverbänden soll am 1. April in Kraft treten. Er regelt die Kostenübernahme und Qualitätsstandards.

Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, man starte mit den rechtsmedizinischen Instituten der Unikliniken in Dresden und Leipzig. Weitere Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte könnten dem Vertrag beitreten, um ein flächendeckendes Angebot zu schaffen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Wetterbericht für Sachsen (03.09.2026)

    Heute wechseln sich in Sachsen Sonne und Wolken ab, gebietsweise sind Schauer möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen 21 und 24 Grad, im Bergland zwischen 17 und 22 Grad. Der Wind…

    Sabotage am Leipziger Flughafen: Neue Spuren führen zu russischen Netzwerken in Polen und Serbien

    Im Fall des gescheiterten Drohnenangriffs auf den Flughafen in Leipzig verfolgen deutsche Ermittler Spuren nach Polen und Serbien. Das berichtet der „Spiegel“ aus Sicherheitskreisen.Einer der bislang identifizierten Tatverdächtigen wird demnach…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert