Umfrage: Mehrheit für höhere Steuern auf Tabak und Alkohol zur Entlastung des Gesundheitssystems

Angesichts wachsender Finanzprobleme im Gesundheitssystem und neuer Sparvorschläge einer Expertenkommission spricht sich eine knappe Mehrheit der Bundesbürger für höhere Steuern auf Tabak und Spirituosen aus.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die „Bild am Sonntag“ befürworten 51 Prozent der Befragten höhere Abgaben auf Zigaretten und Spirituosen, um das Gesundheitssystem finanziell zu entlasten. 43 Prozent lehnen entsprechende Steuererhöhungen ab, 6 Prozent machten keine Angabe.

Weniger eindeutig fällt die Haltung der Bevölkerung bei einer möglichen Steuer auf zuckerhaltige Getränke aus. Hier zeigt sich ein gespaltenes Meinungsbild: 48 Prozent sprechen sich dafür aus, 47 Prozent dagegen, 5 Prozent äußern keine Meinung.

Mehr Zustimmung gibt es für eine generelle Zuckersteuer – die würde von 52 Prozent unterstützt, sofern im Gegenzug die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel vollständig entfällt. 39 Prozent lehnen einen solchen Schritt ab, 9 Prozent machen keine Angabe.

Neben zusätzlichen Einnahmen wird auch über strukturelle Reformen diskutiert. So spricht sich knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) dafür aus, langfristig nur noch eine gesetzliche Krankenkasse einzuführen. 37 Prozent sind dagegen, 14 Prozent unentschieden.

Für die „Bild am Sonntag“ hatte das Meinungsforschungsinstitut Insa 1.001 Personen am 1. und 2. April 2026 befragt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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