DAX startet mit Verlusten – Anleger beobachten fragile Waffenruhe zwischen USA und Iran

Der Dax ist am Donnerstag mit Verlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 23.850 Punkten berechnet und damit 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten BASF, Brenntag und Eon, am Ende Rheinmetall, SAP und Siemens Energy.

Die fragile Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht weiter im Fokus der Anleger. „Es war bereits absehbar, dass die Verhandlungen zwischen Iran und den USA von Wendungen und Rückschlägen geprägt sein würden“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die anfänglichen Forderungen seien maximalistisch, und der Weg zu einer Einigung dürfte angesichts der genannten Punkte nicht gradlinig verlaufen. „Der Waffenstillstand scheint dabei durch politischen Druck auf US-Präsident Trump – unter anderem im Vorfeld der Zwischenwahlen – motiviert zu sein. Das erhöht die Chancen auf eine letztliche Einigung.“

„Die Anleger setzen geduldig auf ein Szenario, in dem der Waffenstillstand letztlich Bestand hat“, fügte der Analyst hinzu. „Denn Fakt ist: Die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Wiederöffnung der Straße von Hormus ist gestiegen.“ Angesichts der niedrigen Gesamtpositionierung am Aktienmarkt sei eine deutliche Erholung wahrscheinlich – und im Falle eines stabilen Waffenstillstands sogar ein Ausbruch auf neue Höchststände.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1661 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8576 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen wieder: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 97,75 US-Dollar; das waren 3,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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