Lies kritisiert Bundesregierung scharf und fordert Spritpreisdeckel

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hat Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die Bundesregierung in der Debatte über Maßnahmen gegen die Energiekrise scharf kritisiert und einen Spritpreisdeckel gefordert.

„Es ist ein sehr unglückliches Bild, das Kanzler und Bundesregierung in der Debatte um Entlastungen derzeit öffentlich abgeben“, sagte Lies dem Nachrichtenportal T-Online. Die Menschen an den Zapfsäulen, vor allem die vielen Pendler, bräuchten keine Ideologiedebatten, sondern Lösungen.

In der Bundesregierung war zuvor öffentlicher Streit darüber ausgebrochen, wie die Menschen angesichts der hohen Energiepreise entlastet werden können. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte in einem Pressestatement die Vorschläge des Koalitionspartners SPD zur Entlastung von Verbrauchern und Unternehmen in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert. Führende SPD-Vertreter wehrten sich gegen die Kritik und warfen Reiche Tatenlosigkeit vor.

Niedersachsens Regierungschef Lies forderte die Bundesregierung nun auf, vom Reden ins Handeln zu kommen. „Für mich hat ein Spritpreisdeckel Vorrang und ich erwarte, dass dieses Instrument jetzt sehr schnell ernsthaft geprüft und eingesetzt wird, damit wir zügig zu einer Entlastung kommen, die auch direkt an den Tankstellen sichtbar wird“, sagte er.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Reform der Betriebsrente: Verdi fordert gesetzliche Pflicht für alle Beschäftigten

    Vor Beginn des Sozialpartnerdialogs zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) spricht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für gesetzliche Voraussetzungen aus. Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, das von…

    Betriebsrente: Gesamtmetall und Mittelstand fordern Steuerfreiheit

    Vor Beginn des Sozialpartnerdialogs zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) spricht sich Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Oliver Zander für bessere Rahmenbedingungen aus.Sie müssten so attraktiv gestaltet werden, „dass sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer freiwillig…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert