Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán gesteht Niederlage gegen Péter Magyar ein

Ungarns bisheriger Ministerpräsident Victor Orbán hat am Sonntagabend seine Niederlage bei der Parlamentswahl eingestanden. Das Wahlergebnis sei „eindeutig und schmerzhaft“, so der Fidesz-Parteichef.

Kurz zuvor hatte sein Herausforderer Péter Magyar auf Facebook geschrieben, dass Orbán ihm telefonisch zum Sieg gratuliert habe. „Vielen Dank, Ungarn“, schrieb er. „Soeben hat uns Ministerpräsident Viktor Orbán telefonisch zu unserem Sieg gratuliert.“

Nach Hochrechnungen des nationalen Wahlbüros liegt Magyars Partei Tisza klar vorne. Bei einem Auszählungsstand von 60,24 Prozent der Stimmen kann Tisza derzeit mit 136 der 199 Sitze rechnen. Damit hätte die neu im Parlament vertretene Partei eine Zweidrittelmehrheit, mit der sie die Verfassung ändern könnte.

Orbáns Partei Fidesz, die gemeinsam mit dem Regierungspartner KDNP bei der letzten Wahl 135 Sitze gewonnen hatte, würde deutlich verlieren und käme nunmehr auf 56 Abgeordnete. Mi Hazánk Mozgalom käme auf 7 Sitze.

106 der 199 Sitze im ungarischen Parlament werden über die Erststimmen in Einerwahlkreisen mit einfacher Mehrheit vergeben. Für die übrigen 93 Mandate werden neben der Listenstimmen auch all die Stimmen berücksichtigt, die die unterlegenen Direktkandidaten erhalten haben, sowie all die Stimmen, um die die Wahlkreisgewinner vor den jeweils Zweiplatzierten liegen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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