Unternehmensinsolvenzen steigen im Januar 2026 an – Gastgewerbe am stärksten betroffen

Im Januar 2026 haben die deutschen Amtsgerichte 1.919 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, waren das 4,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor.

Die Forderungen der Gläubiger aus den im Januar 2026 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 3,1 Milliarden Euro. Im Januar 2025 hatten die Forderungen bei rund 5,3 Milliarden Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen trotz steigender Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass im Januar 2026 weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragt hatten als im Januar 2025.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im Januar 2026 insgesamt 5,4 Unternehmensinsolvenzen. Am höchsten war die Insolvenzhäufigkeit im Gastgewerbe mit 9,1 Fällen je 10.000 Unternehmen. Danach folgte der Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 8,6 Fällen und das Baugewerbe mit 7,8 Insolvenzen.

Im Januar 2026 gab es zudem 6.142 Verbraucherinsolvenzen. Das waren 1,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    IEA-Chef Fatih Birol warnt: Keine Normalisierung der Energiemärkte vor 2027 – Hoffnung auf milden Winter

    Die globale Öl- und Gasversorgung dürfte aus Sicht der Internationalen Energieagentur (IEA) infolge des Irankriegs noch für Monate kritisch bleiben.„Ich sehe keinen plausiblen Weg für eine Normalisierung der Energiemärkte bis…

    Bundespräsidentin: SPD und Grüne halten eine Frau an der Staatsspitze für überfällig – Söder schlägt Ilse Aigner vor

    Grünen-Chefin Franziska Brantner spricht sich für eine Frau als Bundespräsidentin aus. Dass eine Frau an der Spitze des Staates stehe, sei überfällig, sagte Brantner der „Süddeutschen Zeitung“. Es sei entscheidend,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert