EU-Kommission plant Gesetze für günstigeren Strom und weniger Öl- und Gasverbrauch

Die EU-Kommission will im Kampf gegen die Folgen der Energiekrise den Verbrauch von Öl und Gas reduzieren und die Strompreise drücken. Das geht aus einem Entwurf der Kommission hervor, der in der kommenden Woche vorgestellt werden soll und über den das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet.

In dem Papier rät die Kommission ihren Mitgliedsländern, nicht Steuern auf Benzin und Diesel zu senken, sondern den öffentlichen Nahverkehr, Strom, Wärmepumpen und E-Autos zu fördern, um schneller von Öl und Gas unabhängig zu werden. Dem Papier zufolge will die Kommission noch im Mai einen Gesetzesvorschlag vorlegen. EU-Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Strom günstiger zu besteuern als fossile Energien.

Das von der EU-Kommission geplante Paket umfasst außerdem eine Liste kurzfristig wirksamer Einsparmaßnahmen und staatlicher Hilfen, mit denen die Kommission soziale Leasingmodelle für Wärmepumpen, Elektroautos und Batterien fördern, Geothermieprojekte mit neuen Absicherungsinstrumenten anschieben und ungenutzte EU-Gelder schneller in Energieinvestitionen umlenken will.

Ein weiterer Punkt betrifft Wasserstoff. Weil der Hochlauf langsamer verläuft als erwartet, will die Kommission im Juni die Produktionskriterien für erneuerbaren Wasserstoff anpassen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Gabriel und de Maizière: Regierung Merz fehlt es an Handwerk und Disziplin

    Die früheren Bundesminister Sigmar Gabriel (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) kritisieren die gegenwärtige Regierungspraxis scharf. In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ werfen sie der Koalition handwerkliche Mängel und mangelnde Disziplin…

    Pflegereform: Gesundheitsministerin Warken will private Pflegeversicherung steuerlich attraktiver machen

    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) spricht sich für eine stärkere Förderung der privaten Pflegevorsorge aus. Ziel müsse es sein, den Abschluss zusätzlicher privater Pflegeversicherungen attraktiver zu machen, sagte Warken den Zeitungen…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert