In Sachsen-Anhalt ist der Anteil der von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedrohten Menschen im vergangenen Jahr erneut gesunken. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit.
Demnach lag die Quote 2025 bei 24,1 Prozent und damit 1,8 Prozentpunkte unter dem Wert von 2024. Bereits im Vorjahr hatte es einen deutlichen Rückgang gegeben.
Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung zur Verfügung hat.
Für eine alleinlebende Person lag dieser Schwellenwert in Deutschland bei 1.445 Euro netto im Monat. In Sachsen-Anhalt traf dies auf 21,3 Prozent der Bevölkerung zu.
Ein weiterer Indikator ist die sehr niedrige Erwerbsbeteiligung in einem Haushalt, von der 13,0 Prozent der unter 65-Jährigen betroffen waren.
Rund 3,8 Prozent der Bevölkerung lebten in Haushalten mit erheblicher materieller und sozialer Entbehrung. Das bedeutet, sie können sich aus finanziellen Gründen grundlegende Dinge wie eine Urlaubsreise, neue Möbel oder regelmäßige Treffen mit Freunden nicht leisten.
Die Daten stammen aus der europäischen Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC), bei der die Einkommensangaben sich auf das Jahr 2024 beziehen.
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