Die Zahl der Verkehrsunfälle im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Wie die Polizei am Montag mitteilte, wurden 2025 insgesamt 21.908 Unfälle registriert, das sind 404 oder 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr.
Nach einem stetigen Anstieg bis 2023 ist damit bereits im zweiten Jahr in Folge ein Rückgang zu verzeichnen. Die Unfälle verteilen sich nahezu gleichmäßig auf die Stadt Chemnitz (30,6 Prozent), den Landkreis Mittelsachsen (31,2 Prozent) und den Erzgebirgskreis (33 Prozent).
Trotz des gesunkenen Gesamtaufkommens stieg die Zahl der Verkehrstoten von 24 auf 34. Bei Unfällen mit Personenschaden wurden 3.048 Menschen verletzt, 694 davon schwer.
Als Hauptunfallursachen nannte die Polizei ungenügenden Sicherheitsabstand, nicht angepasste Geschwindigkeit und Verstöße gegen das Rechtsfahrgebot. Besonders bei tödlichen Unfällen sei überhöhte Geschwindigkeit in mehr als der Hälfte der Fälle ursächlich, erklärte Sven Krahnert, Leiter der Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz.
Auffällig sind Anstiege im Zusammenhang mit Alkohol und Drogen.
So wurden 313 Unfälle unter Alkoholeinfluss verursacht, 17 mehr als 2024. Dabei starben drei Menschen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit der Cannabis-Legalisierung und kündigte verstärkte Kontrollen an.
Die Zahl der Unfallfluchten sank leicht auf 4.881 Fälle, von denen knapp die Hälfte aufgeklärt werden konnte. Die regionalen Unfallschwerpunkte lagen unter anderem an der Bahnhofstraße/Brückenstraße in Chemnitz, der B 101 in Großschirma und der B 95 in Annaberg-Buchholz.
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