Deutsche Autobauer in China: Marktanteil bei E-Autos auf historischem Tief von 1,6 Prozent

Kurz vor der Automesse in Peking fallen die deutschen Hersteller auf dem größten Markt der Welt für Elektroautos auf ein historisches Tief. Der gemeinsame Marktanteil von Volkswagen, Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche bei batterieelektrischen Fahrzeugen in China lag im ersten Quartal 2026 bei nur noch 1,6 Prozent – so wenig wie nie zuvor. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Daten des Branchendiensts Marklines.

Von den fünf Herstellern wurden in den ersten drei Monaten des Jahres lediglich 19.230 Elektroautos in China zugelassen – ein Rückgang von 55,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt ist der Elektroautoabsatz in China nach Auslaufen des Steuerrabatts beim Kauf von Elektroautos seit Jahresbeginn um fast 20 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge gesunken.

Unter dem Absatzrückgang leidet auch Chinas größter Autobauer BYD. Der Absatz des Konzerns in China ist im ersten Quartal um fast 40 Prozent eingebrochen.

Die deutschen Hersteller erhoffen sich von den neuen Modellen, die sie auf der Automesse in Peking präsentieren wollen, eine Trendwende in China. Mercedes will die neue elektrische C-Klasse zeigen, BMW die für China angepasste Variante des „i3“ und Audi einen neuen Elektro-SUV in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Joint-Venture-Partner Saic. Volkswagen will die Zusammenarbeit mit Xpeng entwickelten Modelle „ID.Unyx 09“ und den „ID.Aura T6“ vorstellen. Zusammen mit seinem zweiten Joint-Venture-Partner FAW plant der Konzern außerdem in diesem Jahr seine Budget-Marke Jetta zu elektrifizieren. Ein 10.000-Euro-Stromer soll in der zweiten Jahreshälfte bei den Händlern exklusiv in China stehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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