SPD-Innenexperte Fiedler: Konsequentes Vorgehen gegen rechten und linken Antisemitismus gefordert

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Sebastian Fiedler, fordert mehr Schutz jüdischen Lebens in Deutschland.

„Wenn sich ein Großteil der Juden aus Angst aus dem öffentlichen Raum zurückzieht und gar auf das offene Tragen von Kippa oder Davidstern verzichtet, dann ist das eine dramatische Entwicklung, die uns als Alarmzeichen gelten muss“, sagte Fiedler der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Man müsse alles dafür tun, damit die Gesellschaft offen und tolerant bleibe. Dazu gehöre, klar zu benennen, dass es gravierende Probleme mit rechtem und auch linkem Antisemitismus gebe – und konsequent mit allen Mitteln des Rechtsstaats gegen ihn vorzugehen. Die geplante Verschärfung des Strafrechts für die Verbreitung volksverhetzender Inhalte werde seiner Ansicht nach dazu beitragen, hier wirksam zu handeln.

Die Sicherheitskräfte und Sicherheitsbehörden müssten alles dafür tun, damit sich Juden in Deutschland sicher fühlten, forderte der SPD-Politiker. Auch die politische Bildung spiele eine zentrale Rolle dabei, den Antisemitismus zu bekämpfen. „Der Schutz des jüdischen Lebens und die Solidarität mit Juden müssen in unserem Land gewährleistet sein“, so Fiedler.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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