US-Soldatenabzug aus Deutschland: CDU-Politiker Beyer widerspricht Bestrafungstheorie gegen Merz

Der angekündigte Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland ist nach Einschätzung des Unions-Außenpolitikers Peter Beyer (CDU) keine Reaktion auf den Streit zwischen Kanzler Friedrich Merz (CDU) und US-Präsident Donald Trump.

Beyer sagte der „Rheinischen Post“: „Das jetzt als eine Art Bestrafungsaktion gegen Deutschland oder gar gegen Friedrich Merz einzustufen, ist völlig falsch. Das sind längerfristige Pläne.“

Ein Abzug von US-Soldaten aus Europa, insbesondere aus Deutschland, habe lange im Raum gestanden, ergänzte der frühere Koordinator der transatlantischen Zusammenarbeit. Nicht nur Trump, sondern mehrere US-Präsidenten hätten aus verschiedenen Gründen eine Verlegung von US-Truppen aus und in Europa erwogen. „Das hat etwas mit veränderten geopolitischen Realitäten und Interessen zu tun“, sagte Beyer.

Deutschland werde die Reduzierung insgesamt kaum spüren. Gleichzeitig dürfe man sich nicht beklagen. Stattdessen müsse man den USA danken, „endlich selbst in der Realität ankommen und noch rascher in den Aufbau einer modernen Sicherheitsinfrastruktur investieren“, so der CDU-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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