Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze: Bürgergeldempfänger müssen stärker zu Arbeit gedrängt werden

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) fordert mehr Druck auf Bürgergeldempfänger. Es gebe zu viele Fälle, in denen Leistungen bezogen würden, ohne dass eine Gegenleistung eingefordert werde, sagte Schulze der „Rheinischen Post“ (Montag).

Das sei unfair gegenüber denen, die es finanzieren – Arbeitnehmern und Unternehmern – und auch gegenüber denjenigen, die trotz schwieriger Lage etwas beitrügen: Alleinerziehende, Aufstocker, Menschen in Umschulung oder Sprachkursen, so der CDU-Politiker.

Der Ministerpräsident weiter: Wer voll erwerbsfähig sei, Montag bis Freitag zu Hause sitze und gar nichts mache, dürfe künftig nicht einfach so weitermachen. Allein in Sachsen-Anhalt gebe es Tausende offene Stellen und gleichzeitig aber auch viele, die arbeiten könnten und es nicht täten. Als Beispiel nannte er die Erntezeit: „Äpfel werden geerntet, aber die Helfer kommen meist aus Osteuropa.“ Er frage sich: „Warum nutzen wir dieses Potenzial nicht auch bei denen, die derzeit Leistungen beziehen?“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Alfred Gislason erhält Landesverdienstorden von Sachsen-Anhalt

    Alfred Gislason hat den Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt erhalten. Das teilte die Staatskanzlei in Magdeburg mit. Ministerpräsident Sven Schulze überreichte die Auszeichnung am Sonntag in der Halbzeitpause des Handball-Bundesligaspiels des…

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze: AfD-Mehrheit würde zu massiven Turbulenzen im ganzen Land führen

    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) warnt vor den Folgen eines möglichen AfD-Durchmarschs bei der Landtagswahl im September. Die AfD versuche, eine absolute Mehrheit zu holen und die SPD aus dem…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert