Kulturstaatsminister Weimer verteidigt ESC-Teilnahme Israels und drückt Sarah Engels die Daumen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer outet sich als langjähriger Fan des Eurovision Song Contest. „Wir sind eine richtige ESC-Familie, sitzen alle vor dem Fernseher, ganz klassisch“, sagte er dem Sender ntv: „Snacks, Kaltgetränke und der Fernseher läuft lauter als normal.“

In diesem Jahr freut sich der parteilose Politiker besonders über die israelische Teilnahme, die einige Länder verhindern wollten. „Im Herbst war die Wahrscheinlichkeit leider groß, dass der ESC in der gewohnten Form gar nicht mehr stattfinden kann. Unsere deutsche Position war von Anfang an: Israel soll singen“, so Weimer. Der Geist des ESC sei „friedliche Völkerverständigung und heitere Toleranz“. Musik und Kultur sollten im Vordergrund stehen, nicht die Politik. „In diesem Fall war deutlich spürbar, dass Antisemitismus eine Rolle spielte.“

Weimer hob die Bedeutung des ESC in einer schwierigen weltpolitischen Lage hervor. „Wir leben ohnedies in einer Welt, in der zu viele Türen der Freiheit zugehen. Weltweit ist die Demokratie in Bedrängnis, Despoten sind dabei, sich den Globus neu aufzuteilen. Für Europa mit seinen Werten ist das ein defining moment – ein Zeitpunkt, der über unsere Zukunft entscheidet. Da ist der ESC ein kulturelles Freiheits-Element, das wir uns nicht kaputtmachen lassen sollten.“

Beim ESC-Finale wird Weimer der deutschen Teilnehmerin Sarah Engels die Daumen drücken. „Ich war ja schon beim Vorentscheid dabei, da habe ich den Auftritt von Sarah Engels live erlebt. Mir gefällt an ihr die Energie, ihre Begeisterung für Musik und lebensfrohe Lust an der Show. Bei den Wettquoten ist sie ja eher im Mittelfeld, aber ich hoffe, sie wird gut abschneiden. Ich drücke jedenfalls die Daumen, dass sie durch eine starke Performance beim ESC viele überzeugt. Das Zeug dazu hat Sarah Engels auf jeden Fall.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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