Die Landespolizei Sachsen-Anhalt hat bei einer europaweiten Kontrollwoche fast 40 Prozent der überprüften Fahrzeuge beanstandet. Das teilte das Innenministerium in Magdeburg mit.
Im Zeitraum vom 4. bis 10. Mai waren 226 Polizisten im Einsatz und kontrollierten 436 Fahrzeuge des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs.
Bei 169 Fahrzeugen gab es Beanstandungen. Am häufigsten wurden Verstöße gegen Sozialvorschriften (136), die falsche Bedienung des Tachographen (71) sowie Geschwindigkeitsverstöße (36) festgestellt.
33 Fahrzeuge waren unsicher geladen oder überladen, 23 wiesen technische Mängel auf. In zwölf Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt.
Innenministerin Tamara Zieschang sagte: „Noch immer halten sich zu viele Lkw-Fahrer nicht an Verkehrsregeln.
Dabei gehen von Lkw allein aufgrund ihrer Größe und höheren Masse besondere Unfallgefahren aus. Vor allem die hohe Zahl an Verstößen gegen die Lenk- und Ruhezeiten ist beunruhigend.
Sind Fahrer übermüdet, können Fehler passieren, die zu schweren Unfällen führen.“ Die Polizeiinspektion Halle überprüfte unter anderem die Fahrerkarten einer ungarischen Sattelzugbesatzung und stellte zahlreiche Geschwindigkeitsübertretungen fest. Zudem war ein Reifen so stark beschädigt, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste.
Die Fahrer gaben an, dem Halter sei die Beschädigung seit einem Monat bekannt, sie müssten täglich mindestens 700 Kilometer schaffen. Die Beamten fertigten eine Anzeige gegen den verantwortlichen Unternehmer und erhoben eine Sicherheitsleistung von 3.000 Euro.
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