Merkel zweifelt an Vermittlerrolle für Schröder oder sich selbst im Ukraine-Krieg

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hat mit Skepsis auf die Debatte über eine mögliche Vermittlerrolle für ihren Vorgänger Gerhard Schröder (SPD) oder sie selbst im Ukraine-Krieg reagiert.

Man müsse sich nur in die Situation im Jahr 2014 zurückversetzen, sagte sie am Montag im WDR-„Europaforum“ auf der Republica in Berlin. „Damals war die Krim annektiert worden, die militärischen Aktionen Russlands im Donbass begannen, und dann haben wir diese Minsk-Verhandlungen geführt – Präsident Hollande und ich.“ Die habe man mit Putin nur führen können, „weil wir politische Macht hatten, weil wir Regierungschefs waren“.

Sie zweifle an der Idee, man könnte „irgendwie dahin gehen zu einem amtierenden Regierungschef, wie der russische Präsident das ja ist“. Man brauche die Macht. „Und ich persönlich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, einen Vermittler zu fragen, ob er für mich nach Minsk fährt und dort mit Putin spricht“, so Merkel.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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