Dax startet mit leichten Verlusten in den Handelstag – Nahostkonflikt belastet

Der Dax ist am Donnerstag mit leichten Kursverlusten in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.145 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Infineon, Rheinmetall und Adidas, am Ende Bayer, die Hannover Rück und Siemens Energy.

„Unklarheit darüber, wie sich der Nahostkonflikt kurzfristig weiterentwickelt, macht die Anleger auf dem Frankfurter Parkett nervös“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Die Friedenshoffnungen, die den Dax fast auf einen Rekordstand getrieben hatten, würden durch neue gegenseitige Angriffe gedämpft. „Auch scheinen die Anleger heute Morgen weniger Gewissheit darüber zu haben, ob sich der Ölpreis tatsächlich stabil unter 100 Dollar etablieren wird.“

„Der Dax ist im Mai stark gestiegen – und mit ihm das Anspruchsdenken der Anleger an den Verlauf der Verhandlungen im Nahostkonflikt“, so Stanzl. Viele rechneten mit einer schnellen Lösung, Rückschritte wie gegenseitige Angriffe seien daher unerwünscht. „Ohne klare Fortschritte in den Friedensverhandlungen dürfte die Rally im Dax vorerst pausieren. Das gewachsene geopolitische Risiko macht den Käufern einen Strich durch die Rechnung.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1613 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8611 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 96,82 US-Dollar; das waren 2,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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