PSG gewinnt Champions-League-Finale 2026 im Elfmeterschießen gegen Arsenal

Paris Saint-Germain hat das Finale der Champions-League-Saison 2025/2026 gegen den FC Arsenal mit 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen und den Titel damit verteidigt. Zum ersten Mal nach zehn Jahren war ein Champions-League-Finale in die Verlängerung gegangen, die ebenso wie damals torlos blieb, nach 90 Minuten stand es 1:1.

Vor 67.000 Zuschauern hatte Arsenal den perfekten Start erwischt. PSG dominierte zwar von Beginn an den Ballbesitz, fand jedoch zunächst keinen Weg durch die kompakt stehende Defensive der Londoner. Bereits in der sechsten Minute nutzten die Gunners einen Fehler von PSG-Kapitän Marquinhos eiskalt aus. Nach einem missglückten Klärungsversuch sprang der Ball über Leandro Trossard direkt vor die Füße von Kai Havertz. Der deutsche Nationalspieler zog von der linken Seite in den Strafraum ein und hämmerte den Ball aus spitzem Winkel unter die Latte. Für Havertz war es bereits der zweite Treffer in einem Champions-League-Finale nach seinem entscheidenden Tor für Chelsea im Jahr 2021.

Der frühe Rückstand änderte nichts am Spielbild. PSG kontrollierte die Partie mit teilweise über 75 Prozent Ballbesitz, doch die Mannschaft von Luis Enrique fand gegen die tief stehende Arsenal-Abwehr kaum Lösungen. Die gefährlichen Offensivspieler Ousmane Dembélé, Désiré Doué und Khvicha Kvaratskhelia wurden von der hervorragend organisierten Defensive um William Saliba und Gabriel Magalhães weitgehend neutralisiert.

Die wenigen Chancen der Franzosen blieben harmlos. Fabián Ruiz verzog nach einer Hereingabe von Doué deutlich, Kvaratskhelia scheiterte mehrfach an entschlossenen Grätschen der Arsenal-Verteidiger und Dembélé fand mit Distanzschüssen kein Ziel. Auf der anderen Seite blieb Arsenal bei Kontern gefährlich. Kurz vor der Pause hätte Havertz beinahe erhöht, doch Marquinhos rettete in höchster Not mit einer starken Grätsche.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte PSG den Druck spürbar. Die Pariser spielten nun direkter, dynamischer und suchten häufiger den Weg in den Strafraum. Arsenal verteidigte zunächst weiterhin diszipliniert, doch die Angriffe des Titelverteidigers wurden zunehmend gefährlicher. Nach knapp einer Stunde war die Partie schließlich wieder offen.

In der 62. Minute drang Kvaratskhelia nach einem Doppelpass in den Strafraum ein und wurde von Cristhian Mosquera klar von hinten getroffen. Schiedsrichter Daniel Siebert zeigte sofort auf den Punkt. Ousmane Dembélé übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 1:1. David Raya entschied sich für die falsche Ecke und hatte keine Abwehrchance.

Der Ausgleich verlieh PSG zusätzlichen Auftrieb. Arsenal wirkte kurzzeitig angeschlagen und musste mehrere gefährliche Situationen überstehen. Besonders Kvaratskhelia sorgte immer wieder für Unruhe. In der 76. Minute hatte der Georgier die Führung auf dem Fuß, als er nach einem starken Solo an Saliba vorbeizog. Sein abgefälschter Schuss prallte jedoch nur gegen den linken Pfosten.

Auch in der Schlussphase der regulären Spielzeit blieb PSG die aktivere Mannschaft. Vitinha verfehlte das Tor mit einem Schlenzer nur um Zentimeter, während Arsenal nur noch selten für Entlastung sorgen konnte. Kurz vor dem Ende musste PSG zudem einen Rückschlag verkraften, als Dembélé mit muskulären Problemen ausgewechselt werden musste.

Nach 90 Minuten stand es 1:1 – erstmals seit dem Madrider Stadtderby zwischen Real und Atlético im Jahr 2016 ging ein Champions-League-Finale wieder in die Verlängerung.

Dort entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Arsenal versuchte zunächst, wieder mutiger nach vorne zu spielen, während PSG weiterhin mehr Ballbesitz hatte. Die beste Möglichkeit der Verlängerung entstand in der 107. Minute. Bradley Barcola setzte sich auf der rechten Seite durch und legte per Kopf quer in den Fünfmeterraum. Dort lauerte der eingewechselte Gonçalo Ramos völlig frei, doch Arsenal-Keeper David Raya reagierte glänzend, sprintete aus seinem Tor und verhinderte mit einer spektakulären Rettungsaktion den möglichen Siegtreffer.

Auf der Gegenseite kam Arsenal vor allem durch Standardsituationen zu Möglichkeiten. Declan Rice brachte mehrere gefährliche Freistöße in den Strafraum, doch PSG-Schlussmann Matvei Safonov blieb aufmerksam. Die Partie wurde zunehmend von Erschöpfung geprägt. Hincapié spielte trotz offensichtlicher Beschwerden weiter, während PSG mit den Auswechslungen von Vitinha und Marquinhos sogar auf zwei wichtige Führungsspieler verzichten musste.

In den letzten Minuten der Verlängerung drückte PSG noch einmal auf die Entscheidung, doch Arsenals Defensive hielt stand. Die Londoner verteidigten leidenschaftlich und ließen kaum klare Chancen zu. Paris hatte zwar mehr Ballbesitz und mehr Offensivaktionen, konnte daraus jedoch keinen entscheidenden Vorteil mehr ziehen.

Im Elfmeterschießen vor der Pariser Kurve hatten die Pariser die besseren Nerven. Arsenals Eberechi Eze verschoss, direkt danach hielt sein Keeper David Raya den Versuch von PSGs Nuno Mendes. Am Ende schoss Arsenals Gabriel den Ball übers Tor.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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