Reservistenverband: Pistorius` Pläne für verpflichtende Übungen sind wichtiges Signal für Sicherheit

Der stellvertretende Präsident des Reservistenverbandes, Esra Limbacher (SPD), hat die Pläne von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) für mehr Verpflichtungen der Reserve gegen Kritik verteidigt.

Der Vorschlag des Verteidigungsministers sei ein wichtiges Signal, sagte Limbacher der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Der Einsatz vieler Bürger als Reservisten in der Bundeswehr sei kein Privatvergnügen, sondern ein Dienst für das Land. Das heutige doppelte Freiwilligkeitsprinzip führe dazu, dass man im entscheidenden Moment nicht verlässlich planen könne.

Der Dienst in der Reserve sei keine bloße Pflicht, sondern Ausdruck von Überzeugung, Verantwortungsbewusstsein und Kameradschaft – getragen von der Bereitschaft, für das Land einzustehen. Gerade deshalb brauche dieser „wesentliche Pfeiler der Sicherheitsarchitektur auch ein Mindestmaß an Verbindlichkeit“, erklärte Limbacher. Die Reserve müsse im Ernstfall schnell verfügbar und einsatzbereit sein. Dafür brauche es klare Verpflichtungen bei Übungen und Ausbildung.

Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage könne man sich keine Reserve leisten, deren Einsatzfähigkeit ausschließlich auf freiwilliger Basis organisiert sei, sagte der Vize-Präsident des Reservistenverbandes. Nur so gelinge der verlässliche und stabile Aufbau einer starken Reserve für Deutschland.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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