Die Polizeidirektion Görlitz hat eine Öffentlichkeitsfahndung zu einem 15 Jahre alten Tötungsdelikt eingeleitet. Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, geht es um den Tod einer Frau im Mai 2011 in Weißwasser.
Im Zuge neuer Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der damals verurteilte Ehemann die Tat möglicherweise nicht selbst begangen hat.
Am 29. Mai 2011 hatte sich der damals 58-jährige Hans-Joachim B. bei der Polizei gemeldet und angegeben, seine Frau Bärbel B. mit einem Zimmermannshammer erschlagen zu haben. Das Opfer erlag wenige Tage später im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.
Hans-Joachim B. wurde daraufhin vom Landgericht Görlitz im April 2012 wegen Totschlags zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er machte für die Tatnacht einen Erinnerungsverlust geltend und schwieg sowohl zu den Ermittlungen als auch vor Gericht.
Im Rahmen von Ermittlungen zu einem Tötungsdelikt aus dem Jahr 2025 gegen den Sohn Tony B. kamen jedoch Informationen auf, die darauf hindeuten, dass der Vater die Tat zum Schutz seines Sohnes auf sich genommen haben könnte.
Hans-Joachim B. ist inzwischen verstorben, ebenso seine spätere Lebensgefährtin. Die Polizei bittet die Bevölkerung nun um Mithilfe, insbesondere zu den Aufenthalten von Tony B. in der Tatnacht sowie zu möglichen Gesprächen, die Hans-Joachim B. oder seine Lebensgefährtin über die Tat geführt haben.
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