SPD-Politikerinnen kritisieren Union für Blockade der EU-Entgelttransparenz-Richtlinie

SPD-Politikerinnen werfen der Union vor, die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz zu blockieren.

„Entgelttransparenz ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein Instrument für Gerechtigkeit, faire Aufstiegschancen und gleiche Bezahlung in unserem Land“, sagte Carmen Wegge, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Frauen, dem „Spiegel“. Die Blockade der Union sei ein Affront gegenüber Millionen Frauen.

Wer die Richtlinie als „Bürokratiemonster“ diffamiere, verschweige zudem, dass es längst konkrete Vorschläge für eine bürokratiearme Umsetzung gebe, sagte Wegge. Wer jetzt weiter bremse, nehme billigend in Kauf, dass Frauen in Deutschland weiter schlechter bezahlt würden, später weniger Rente bekämen und häufiger von Altersarmut betroffen seien.

Auch Jasmina Hostert, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, forderte eine schnelle Umsetzung. Der Gesetzentwurf müsse „jetzt endlich auf den Tisch“, damit man zügig ins parlamentarische Verfahren komme, sagte Hostert dem „Spiegel“. Es sei nicht gut, dass die Richtlinie nun nicht fristgerecht umgesetzt werde. Diese sei eine echte Chance, den Arbeitsmarkt gerechter zu machen und die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zu minimieren.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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