Dax rutscht weiter ab: Strafzolldebatte und Irankrieg belasten den Leitindex

Der Dax hat sich am Mittwoch nach einem bereits schwachen Start bis zum Mittag weiter im roten Bereich aufgehalten. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.880 Punkten berechnet, 1,0 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten RWE, Zalando und Eon, am Ende Fresenius, die Deutsche Bank und Mercedes-Benz.

„Zum anhaltenden Hin und Her im Irankrieg gesellt sich jetzt einmal mehr die Strafzolldebatte aus den USA“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Präsident Trump will höhere Zölle gegen Länder aus der Eurozone und Großbritannien verhängen.“

Zusätzlich zeige sich im Private-Equity-Sektor vereinzelter Verkaufsdruck, der zu größeren Kursverlusten führe. „Die Stimmung an der Börse wird wieder angespannter und viele Investoren werden zunehmend nervöser.“ Die Entwicklung am Aktienmarkt bilde derzeit zudem nur bedingt die Realwirtschaft ab. „Das könnte sich in den kommenden Monaten rächen, sollte die Euphorie für die Halbleiteraktien und den KI-Sektor abnehmen.“

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1616 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8609 Euro zu haben.

Der Ölpreis stieg unterdessen stark: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 98,24 US-Dollar; das waren 2,3 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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