Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht in dem Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie, welches das Bundeskabinett am Mittwoch beschließen will, große Chancen für die Umwelt, aber auch für Rohstoffunabhängigkeit.
„Jedes Produkt, das hier hergestellt wird oder das wir importieren, das sind ja Rohstoffe, und die einfach in den Müll oder Abfall zu geben und zu verbrennen, das ist absurd“, sagte Schneider den Sendern RTL und ntv. Produkte wieder auseinanderzubauen und Rohstoffe zu recyceln sei „Kreislaufwirtschaft at its best“. Diese mache Deutschland unabhängiger, beispielsweise von Ölimporten.
Öl sei Grundausgangsstoff nicht nur für Kraftstoffe, sondern auch für Plastik, so Schneider. „Und indem wir das immer wiederverwenden, aber auch Lithium bei Batterien, anderen Fragen, machen wir uns unabhängiger von meistens autoritären Regimen.“ Der Aktionsplan liefere auch den Rahmen, Lieferketten in Deutschland zu schließen und Rohstoffe, beispielsweise aus Autos, wieder zerlegt zur Verfügung zu stellen. „Die Kosten sind ein bisschen mehr, aber dafür gibt es mehr Unabhängigkeit. Und wenn es für alle gleich ist, deswegen gesetzlicher Rahmen, dann rechnet es sich auch betriebswirtschaftlich auf das einzelne Unternehmen“, so Schneider.
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