AfD-Parteitag: Höcke-Vertrauter Stefan Möller will Vize-Chef werden – Brandner verzichtet

Der engste Vertraute von Björn Höcke in der AfD, Thüringens Co-Landeschef Stefan Möller, will offenbar Stellvertreter der Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla werden. Möller werde auf dem Bundesparteitag Anfang Juli in Erfurt als Vize-Bundesvorsitzender kandidieren, berichtet die „Welt“.

Die Kandidatur ist demnach mit Höcke, den Parteivorsitzenden Weidel und Chrupalla sowie dem Netzwerk um den Bundestags-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier abgestimmt. Mit aussichtsreichen Gegenkandidaten sei daher nicht zu rechnen.

Der Thüringer Stephan Brandner, der bereits seit 2019 stellvertretender Parteichef war, soll für Möller weichen. Nach Informationen der Zeitung haben sich Möller und Brandner bereits Ende April darauf geeinigt, dass Brandner nicht erneut als Vize-Parteichef kandidieren wird.

Ein zentraler Grund für Möllers Kandidatur ist Unzufriedenheit innerhalb des Thüringer Landesvorstands um Höcke mit dem langjährigen Bundesvize Brandner. Diesem wird seit Langem aus dem Thüringer Vorstand vorgeworfen, seine eigenen Interessen statt denen des Landesverbands zu vertreten.

Brandner wollte sich zu der hinter vorgehaltener Hand geäußerten Kritik seiner Kollegen nicht äußern. „Man soll `aufhören, wenn es am schönsten ist`, sagt der Volksmund“, sagte er der „Welt“. „Ich werde zunächst einmal nicht wieder als stellvertretender Bundessprecher kandidieren. Die AfD steht glänzend da, wir sind mit Abstand stärkste Partei in Deutschland.“ Brandner ergänzte, aufhören werde er natürlich nicht, dafür seien ihm Deutschland und seine Partei zu wichtig. Aber er werde in nächster Zeit andere Schwerpunkte in seiner politischen Arbeit setzen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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