Airbus drängt nach FCAS-Aus auf schnelle Entscheidung für eigenes Kampfflugzeug

Airbus zeigt sich nach dem Aus des gemeinsamen deutsch-französischen Kampfjet-Projekts FCAS selbstbewusst und dringt auf eine schnelle politische Entscheidung zur Zukunft der Kampfflugzeugentwicklung.

„Wir haben die Fähigkeiten, einen eigenen Jet zu entwickeln, die Luftwaffe hat Bedarf daran und Deutschland hat das Geld dazu“, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Airbus Defence and Space, Thomas Pretzl, den Zeitungen der Mediengruppe Bayern. „Daher sollten wir so bald wie möglich damit anfangen. Wenn andere Nationen auch mit einsteigen – umso besser.“

Politisch nicht angeraten sei es, jetzt erst einmal geraume Zeit verschiedene Möglichkeiten zu diskutieren und zu sondieren. „Jeder Tag, an dem keine Entscheidung gefallen ist, wie es weitergeht, ist ein verlorener Tag für die Entwicklung“, sagte er weiter. Man dürfe keine Zeit verlieren, um nicht gegenüber ähnlichen Projekten anderer Nationen ins Hintertreffen zu geraten.

CSU-Landesgruppen-Geschäftsführer Reinhard Brandl hob dagegen hervor, wie entscheidend bei der Entwicklung eine Zusammenarbeit mit europäischen Partnern sei. „Wichtig ist jetzt, dass man zügig beim Kampfflugzeugbau den Weg nach vorne beschreitet, am besten gemeinsam mit europäischen Partnern.“ Deutsche Unternehmen könnten dazu einen wesentlichen Beitrag leisten, so Brandl weiter.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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