Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt und die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit haben einen gemeinsamen Masterplan gegen Jugendarbeitslosigkeit vorgestellt, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Das Programm mit dem Titel „Masterplan Zukunftsgeneration Sachsen-Anhalt“ soll bis 2030 die Arbeitslosigkeit junger Menschen unter 25 Jahren auf unter vier Prozent senken.
Hintergrund ist ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit um mehr als zwölf Prozent in den vergangenen zehn Jahren, wobei rund 80 Prozent der betroffenen Jugendlichen über keinen Berufsabschluss verfügen.
Der Masterplan sieht vier zentrale Handlungsfelder vor: die Sicherung des Schulerfolgs und bessere Übergänge in Ausbildung, die Förderung benachteiligter Jugendlicher, den Ausbau von Nachqualifizierungen sowie eine gemeinsame Aktivierungs- und Vermittlungsoffensive. Geplant sind unter anderem eine stärkere Praxisorientierung an Schulen, die Modernisierung der beruflichen Orientierung und zusätzliche Angebote zum Nachholen von Schulabschlüssen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf Jugendlichen mit Migrationshintergrund oder sozialen Problemlagen.
Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne betonte, dass kein junger Mensch verloren gehen dürfe. Bildungsminister Jan Riedel erklärte, Bildung sei der Schlüssel für Fachkräftesicherung.
Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, hob hervor, dass der demografische Wandel und der steigende Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften die Situation verschärften. Ziel sei es, den Anteil junger Erwachsener mit Berufsabschluss auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen.
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