Deutsche Rentenversicherung: 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt – 30 Prozent gehen mit Abschlägen in Rente

Die Zahl der Rentner in Deutschland erreicht einen neuen Rekord. Insgesamt wurden Ende 2025 rund 19,1 Millionen Altersrenten gezahlt, wie aus dem Bericht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zur heutigen Vertreterversammlung hervorgeht, über den die „Rheinische Post“ berichtet. Dies sei ein neuer Höchststand, heißt es darin. Die Ausgaben beliefen sich auf rund 301 Milliarden Euro.

Diese Summe verdeutliche die zentrale Bedeutung der Deutschen Rentenversicherung für die Alterssicherung, sagte Rüdiger Herrmann, Vorsitzender der Vertreterversammlung, mit Blick auf die Reformdebatte. Für einen Großteil der Haushalte in Deutschland sei die Rente die wichtigste Einkommensquelle im Alter. Die Politik müsse dies in ihren Entscheidungen berücksichtigen und dafür Sorge tragen, dass Rentenleistungen auch in Zukunft verlässlich blieben.

Fast jeder Dritte geht dabei mit Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand. Rund 30 Prozent aller neu beginnenden Altersrenten waren 2025 mit Abschlägen behaftet. Im Durchschnitt wurden diese Renten rund 33 Monate vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen, heißt es in dem Bericht weiter. Im langfristigen Vergleich ist dies ein Rückgang: 2011, bevor der Prozess der Anhebung der Altersgrenzen begann, waren es durchschnittlich noch 36 Monate bei einem deutlich höheren Anteil an allen Altersrenten von 48 Prozent. Die Rentenabschläge betragen 0,3 Prozent für jeden Monat, um den der Rentenbeginn vorgezogen wird.

Die Regelaltersgrenze wird schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Das senkt auch die Neuzugänge: 926.000 Versicherte haben 2025 erstmals eine Altersrente erhalten, das sind rund 1,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Die Abnahme der Zugänge sei maßgeblich durch die Regelaltersrente geprägt, heißt es in dem Bericht weiter. Diese erhielten erstmals rund 356.000 Versicherte und damit rund 5,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund hierfür sei die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze. Dass der Rentenbestand trotzdem steigt, liegt an der steigenden Lebensdauer.

Die Vertreterversammlung kommt am 10. Juni 2026 in Potsdam zusammen, um den Haushalt der DRV zu verabschieden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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