CSU-Landesgruppenchef: Spitzensteuersatz soll erst ab 80.000 bis 100.000 Euro greifen

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann regt an, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz nach oben zu verschieben.

Hoffmann sagte dem Fernsehsender „Welt“: „Ich habe eine große Sympathie dafür, dass wir uns vor allem nochmal die Frage vornehmen, wann setzt bei uns der Spitzensteuersatz ein? Das ist ab 69.000 Euro Einkommen. Im Grunde nach viel zu früh, wenn man mal sieht, wie sich die Löhne entwickelt haben.“ Auf die Frage nach einer genauen Zahl wollte er sich nicht festlegen. „Aber wenn ich sage, wir sind jetzt bei 69, dann kriegen wir alle sehr schnell ein Gefühl dafür, dass wir so Richtung 80, 100 irgendwo gehen müssten“, so der CSU-Politiker.

Vor dem Hintergrund wies Hoffmann darauf hin, zwischen dem Spitzensteuersatz und dem Reichensteuersatz zu unterscheiden, der momentan bei einem Einkommen ab 274.000 Euro greife. Hier höre er, dass diejenigen, die davon betroffen sind, sagten: „Ich bin gerne bereit, meinen Beitrag zu leisten, wenn die Reformen in die richtige Richtung gehen. Wenn dieses Land sich zukunftsfähig entwickelt, habe ich weniger ein Problem damit, auch meinen Beitrag zu leisten.“

Der CSU-Landesgruppenchef warnte jedoch vor einer reinen Umverteilungsdebatte. „Leistung muss sich lohnen. Und wir haben nach OSZE, wenn man es betrachtet, im Einkommenssteuerbereich eigentlich schon eine sehr hohe und sehr positive Umverteilungskraft“, so Hoffmann.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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