Rentenkommission: Linke und Grüne lehnen Vorschläge zu Eintrittsalter und Kapitaldeckung ab

Noch vor der offiziellen Vorstellung am Dienstag stoßen die Überlegungen einer Kommission zur Zukunft des Rentensystems teilweise auf harten Widerstand.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sören Pellmann, kündigte im „Tagesspiegel“ an: „Wir werden sie bekämpfen.“ Mit der Anhebung des Renteneintrittsalters und der Abschaffung der Rente für langjährig Versicherte liefere die Rentenkommission die von der Merz-Regierung bestellten Ergebnisse: Rentenkürzungen. Die kapitalgestützte Komponente führt nach Ansicht Pellmanns dazu, „dass die Höhe unserer Renten davon abhängig sein wird, dass Mieten, Pflegekosten und die Aktienkurse von Rüstungsunternehmen steigen“. Nichts davon sei nötig, so Pellmann, „nichts davon ist akzeptabel“.

Kritik übten auch die Grünen. „Die Rente ist eine Frage des Vertrauens“, sagte Fraktionsvize Andreas Audretsch zum „Tagesspiegel“. Es wäre ein großer Fehler, das Rentenniveau abzusenken. Die gesetzliche Rente müsse dauerhaft bei 48 Prozent stabil sein. Im Gegensatz zur Linken begrüßte er jedoch die ergänzend geplante Kapitaldeckung der Rente als „Fortschritt“ und das vorgeschlagene Aus der Rente mit 63. „Es ist falsch, dass viele ältere Menschen in Frühverrentung geschickt werden“, so Audretsch. Man brauche gesunde ältere Menschen, und es helfe der Wirtschaft, wenn sie ihre Erfahrung länger im Job einsetzten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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